MATRIDERM® - Zweizeitiges Verfahren
Implantation von MATRIDERM® nach Einheilung Überdeckung mit Spalthaut
Das zweizeitige Verfahren ist angezeigt, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen zutrifft:
1. Wenn nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden kann, daß der Wundgrund sofort eine ausreichende Ernährung für Spalthaut auf MATRIDERM® 1mm gewährleisten kann; oder 2. wenn die 2 mm starke Matrix eingesetzt werden soll.
Vorgehensweise
MATRIDERM® unter Beachtung steriler Kautelen aus der Sterilverpackung entnehmen und in ausreichend großer Schale in reichlich physiologischer Kochsalzlösung oder Ringerlösung rehydrieren.
CAVE! MATRIDERM® nicht untertauchen oder übergießen! Lufteinschlüsse können die Diffusion behindern und damit das aufliegende Transplantat gefährden!
MATRIDERM® auf die Wasseroberfläche legen, dann saugt es sich innerhalb weniger Minuten voll.
MATRIDERM® Die Matrix ist erst dann einsatzbereit, wenn das Aussehen vollflächig von "weiß" nach "durchscheinend" gewechselt hat.
Der Verzicht auf chemische Quervernetzer führt zu einer Matrix, die besonders biokompatibel ist, aber nur eingeschränkte Stabilität in feuchtem Zustand aufweist. MATRIDERM® läßt sich am besten von Hand auflegen. Luftblasen zwischen Wundgrund und Matrix sind vorsichtig an den Rand zu schieben.
Wenn mehrere Matrices benötigt werden, müssen die Stücke sorgfältig auf Stoß gelegt werden. Die Collagenmatrix schmiegt sich gut an den Wundgrund an und kann durch Nähte oder Klammeren fixiert werden. Zur Wundabdeckung wird eine nicht okklusive Silikonfolie oder wirkstofffreie Fettgaze empholen, um ein feuchtes Wundmillieu zu gewährleisten.
CAVE! Vom Einsatz Jod-haltiger Antiseptika in Verbindung mit MATRIDERM® wird abgeraten. Kaustika, die Proteine verändern, beeinträchtigen die Funktion von MATRIDERM® und dürfen nicht gemeinsam mit MATRIDERM® angewendet werden.
Eine Vakuum-Verbandtechnik nach MATRIDERM®-Implantation ist in einzelnen Fällen erfolgreich durchgeführt worden. Die Spalthaut kann transplantiert werden, sobald die Matrix gut durchgranuliert ist - typischerweise nach 5 bis 12 Tagen.